News Message Biography Profile Credits The Band Music Calendar Photos Press Links Contact
 
 
News

 

 

< back

Pamela FalconFrom the Westfalenpost newspaper 22.04.2007
Article written by Antje Borgmann
"Auf dem Sprung in das knallharte Musikgeschäft"

Sängerin Pamela Falcon (Starlight Express, l.) arbeitete in der Berchumer Bildungsstätte mit den Sängern und Sängerinnen der Bands. "Singen ist wie Sprechen. Man muss die Laute immer verstehen", machte sie im Workshop deutlich. Foto: Antje Borgmann

Berchum. Das Musikgeschäft ist hart. Jedes Jahr träumen unzählige Jugendliche vom großen Erfolg. Die Bands Capricorn (Willich), In Veins (Essen), Königsthaler Leichtathleten K.L.A (Niederrhein), Moron Mafia (Essen), Phoney 14 (Bochum/Hattingen), Poedra (Duisburg), Saga?s Suitcase (Ruhrgebiet) und Trustgame (Mülheim/Duisburg) sind ihrem Traum ein Stück näher gerückt.

Mit 90 Bands aus NRW haben sie sich beim Nachwuchs-Förderwettbewerb "PopUp NRW" beworben und die Jury mit ihrer Demo-CD und Bandpräsentation überzeugt. Von Freitag bis Sonntag konnten sich die acht Finalisten in der Jugendbildungsstätte Berchum für die Masterclass, die durch einen persönlichen Bandtrainer und viele Auftritte gefördert wird, qualifizieren.

Musikmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, Gesang, Groove, Songarrangement und Songwriting standen beim Einstiegswochenende auf dem Plan. Renommierte Experten aus der Nachwuchsförderung des NRW-Kulturbüros, wie Bernd Aufermann (Gitarrist und Musikberater bei den No Angels und Deep Purple), Sängerin Pamela Falcon (Starlight Express, Night of Proms) oder Frank Kühl (Manager Universal) arbeiteten intensiv mit den einzelnen Bandmitgliedern.

"Singen ist wie Sprechen. Singt deutlich. Man muss die Laute immer verstehen", machte Falcon den Sängern deutlich. Dabei ließ die begnadete Sängerin ihre Schüler singen und auf der Stelle laufen. Ulf Stricker, der als Schlagzeuger internationale Musikprojekte betreut, zeigte den Drummern, wie wichtig eine bequeme Haltung am Schlagzeug ist.

Am Samstagabend im Kultopia Hagen zeigten die Rock- und HipHop-Bands dann in einem 30-minütigen Auftritt, was sie schon gelernt hatten. Special Guest war die Hagener Rocktruppe 8Ball. Sie war 2005 MusicWatch-Nachwuchsband und BeatVision-Gewinner. Wieder in der Bildungsstätte gab die Bandkritik mit Stärken-Schwächenanalyse den Ausschlag für die Teilnahme an der Masterclass, die im Juni startet.

"Wieviel Arbeit hinter dem Erfolg steckt, wird vielen erst nach dem Wochenende klar", weiß Renato Liermann, der seit 1992 "BandWatch" und jetzt auch "PopUp NRW" begleitet und AG-Leiter in der Jugendbildungsstätte ist. "Entscheidend sind die Entwicklungs-, Kritikfähigkeit und das Potenzial der Band. Einige Teilnehmer haben ´BandWatch´ auch als Sprungbrett für den Start in eine eigene Karriere im Musikbusiness, beispielsweise als Musikredakteur oder Produzent, genutzt", weiß Liermann.

"PopUp NRW" will den Musiknachwuchs an eine Karriere im Business heranführen, ihnen Orientierung geben, wo sie stehen, und ihnen Chancen durch das mittlerweile NRW-übergreifende Netzwerk von "PopUp" geben. "Ganz ohne Hintergedanken und Profitgier", versichert Liermann. Rund 50 000 Euro kostet die Nachwuchsförderung Land und Kommunen. Ein Glücksfall für die Bands, die gerade mal mit 20 Euro beteiligt sind. Woanders zahlen sie für so ein Workshop-Wochenende rund 1000 Euro. Das Land zahlt gern für den Nachwuchs. "Ein bis zwei Bands oder Musiker aus dem jährlichen Projekt sind erfolgreich", erklärt Liermann.

Bis es soweit ist, haben die vier Top-Bands, die sich für die weitere Förderung qualifizieren, noch viel Arbeit vor sich. Bis zum Juni sollen sie das Gelernte umsetzen, dann folgen weitere Workshops und Auftritte bei großen Festivals wie Bochum Total oder Rheinkultur. Ein persönlicher Bandtrainer wird sie betreuen. Den Abschluss des Förderjahres bildet ein Konzert in der Zeche Bochum mit Auswertung. Dann werden die Bands aus der Masterclass bestens gerüstet sein für eine Karriere im Musikbusiness.