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erstellt am: 29.09.2008

Remscheid
Konzert der Extraklasse
VON STEFANIE BONA

Remscheid (RP)
Rund 3000 Besucher kamen in die Wagenhalle der Stadtwerke, um die Bergischen Symphoniker in Bestform zu erleben. „Symphonic Rock und Pop“ begeisterte auch die älteren Zuhörer.

Ein bunt gemischtes Publikum ist typisch für die Konzerte in der Wagenhalle, zu dem die Stadtwerke in diesem Jahr schon zum siebten Mal eingeladen haben.
Foto: Nico Hertgen

Man nehme: Ein überaus spielfreudiges Orchester unter einer charmant-engagierten Leitung, zwei charismatische Solisten, einen erstklassigen Arrangeur und ein außergewöhnliches Ambiente – schon ist ein Konzerthighlight der Extraklasse zusammengemixt. Sicherlich war das Konzert, mit dem die Bergischen Symphoniker am Samstagabend in der stimmungsvoll ausgeleuchteten Wagenhalle der Stadtwerke rund 3000 Menschen begeisterten, eines der am meisten gefeierten in der nunmehr siebenjährigen Geschichte der Konzertreihe.

„Symphonic Rock und Pop“ wurde diesmal dargeboten, und nach dem letzten Ton riss es das Publikum spontan von den Sitzen. 20 Minuten lang wurden Orchesterchefin Romely Pfund, die zum letzten Mal an dieser Stelle die Symphoniker dirigiert hatte, und das ganze Ensemble frenetisch gefeiert. Denn bei diesem Konzertereignis, das die Remscheider Stadtwerke-Gruppe erneut ihren Kunden als Dank für ihre Treue geschenkt hatte, stimmte einfach alles.

Krachende Rhythmen
Mit den krachenden Rhythmen der vielfach gecoverten Chuck Berry-Nummer „Roll over Beethoven“ stiegen das Orchester und die fulminant aufspielende Band „Westwood Slickers“ in das Programm ein, und da wussten die Zuschauer direkt, wo’s lang geht. Zwei Stunden lang spielte das Orchester die Klaviatur der Rock- und Popgeschichte rauf und runter – angefangen vom Beatles-Medley bis hin zu Chartstürmern aus dem dritten Jahrtausend wie dem bekannten „Who knew“ der Pop-Rockerin Pink. Zum siebten Mal veranstaltete die Remscheider Stadtwerke-Gruppe das Konzert in der Wagenhalle, um ihren Kunden für ihre Treue zu danken. 4500 Getränke sowie die gleiche Anzahl an kleinen LED-Lämpchen wurden an die Besucher verteilt. Genau wie der Eintritt und der Bustransfer war dieser Service umsonst.

Doch machten die Symphoniker auf augenzwinkernde Weise klar, dass sie sich gemeinhin doch eher etwas anderer Musik zuwenden. Da mischten sich ins Phil Collins-Medley auf wundersame Weise Töne aus Edward Elgars „Pomp and Circumstance“, und die Rod Stewart Hits segelten auf einmal auf Smetanas „Moldau“ daher. Ein grandioser Einfall, der von Arrangeur Thomas Gutthoff genau wie alle anderen Bearbeitungen herausragend in Noten umgesetzt wurde.

Ein Glücksgriff gelang Romely Pfund einmal mehr mit den Solisten. Die amerikanische Sängerin Pamela Falcon und der niederländische Musical-Darsteller Paul Kribbe erwiesen sich als Traumpaar mit großartiger Bühnenpräsenz. Sympathisch, stimmlich hervorragend und ungeheuer vielseitig überzeugten die Bühnenprofis auf ganzer Linie.

Lange Schlangen bildeten sich an der Wagenhalle. Eine Stunde vor Beginn des Konzerts konnte niemand mehr hereingelassen werden.Lange Schlangen bildeten sich an der Wagenhalle. Eine Stunde vor Beginn des Konzerts konnte niemand mehr hereingelassen werden. Foto. Nico Hertgen

Pamela Falcon war Rock-Röhre, Soul-Diva und Balladen-Königin in einer Person, ihr Gesangspartner intonierte alte Klassiker mit frischem Schwung. Und nicht erst bei den Zugaben stand die Busgarage Kopf. Zum Queen-Klassiker „We will rock you“ wurde gestampft und geklatscht, was das Zeug hielt. Und da sage doch noch mal einer, fetzige Rockmusik sei nur etwas für die jüngere Generation: Auch die älteren Semester rockten mit einem Lächeln auf dem Gesicht so richtig ab.